Die NATO erprobt vom 19. bis 30. Oktober 2026 bei DiBaX in Lettland das Zusammenspiel militärischer Digitaltechnik. Die NCIA berichtet am 28. Oktober über Tests zur Integration von Counter-UAS in C2 und Luftverteidigung. Untersucht wird auch der Datenaustausch zwischen Sensoren, Effektoren und Führungssystemen. NCIA zu DiBaX26
Eine Verbindung schafft noch kein gemeinsames Verständnis
Das ACT-Projekt Next Generation Targeting entwickelt ein gemeinsames Datenmodell für Ziele, Absichten, Aufgaben und Wirkungen. Nationale Systeme sollen erhalten bleiben. Bei DiBaX26 soll ihr Informationsaustausch über taktische, operative und strategische Ebenen erprobt werden. ACT zum Datenmodell und zur Erprobung
Eine Schnittstelle überträgt eine Meldung. Das empfangende System muss auch verstehen, welches Objekt gemeint ist, wann die Beobachtung entstand und wie sicher die Zuordnung ist. Zwei Meldungen über denselben Flugkörper dürfen nicht ungeprüft als zwei Objekte in das Lagebild eingehen.
Beschaffung muss Datenverständnis prüfen
Technische Abnahmen sollten Systemgrenzen überschreiten. Bleiben Herkunft, Zeitbezug und Unsicherheit einer Beobachtung beim Austausch erhalten? Wird eine korrigierte Zuordnung im empfangenden System nachvollziehbar?
ACT hält ausdrücklich fest, dass erfolgreiche Experimente keine operative Einsatzreife belegen. Die Entscheidung über einen Waffeneinsatz bleibt beim Menschen. Auch eine schnellere Datenverarbeitung ersetzt diese Verantwortung nicht. Grenzen der Erprobung und menschliche Kontrolle
Domänenmodelle auf eigener Infrastruktur
Orcrist beschreibt im Ontology & Data Fabric Framework die Verbindung verteilter Quellen und eine darüberliegende Modellierung von Fachobjekten und Beziehungen. Als Betriebsformen nennt Orcrist Private Cloud, On-Premises und Air-Gap.
Die Beschreibung belegt weder eine DiBaX-Beteiligung noch eine NATO-C2-Integration. Unterstützte Datenmodelle, Schnittstellen und Nachweise für die Einsatzumgebung müssen im konkreten Vorhaben geprüft werden.